Energiekosten im Home-Office: Das musst du beachten!

Energiekosten im Home Office

Von Zuhause zu arbeiten, ist eine tolle Möglichkeit, sich das Arbeitspensum selbst einzuteilen. Viele sind in ihren eigenen vier Wänden produktiver als im Großraumbüro. Aber wie sieht es eigentlich mit den Stromkosten aus? Wir verraten dir, wie hoch die Energiekosten im Home Office sind und wie du bares Geld sparen kannst.

Spätestens seit Corona sind Home Office Tage nicht mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Und das zurecht – man spart sich den stressigen Weg ins Büro, muss sein Essen nicht mehr am Abend vorkochen und kann seine Pakete selbst entgegennehmen.

Von Zuhause aus seine Arbeit zu erledigen, hat viele Vorteile. Ganz besonders dann, wenn man Aufgaben hat, bei denen man sich stark konzentrieren muss.

Ich arbeite etwa zwei Tage pro Woche in meinen eigenen vier Wänden. Bis vor kurzem war ich sogar größtenteils im Home Office. Und dann der große Schreck: Die Stromrechnung.

Weißt du, wie viel Strom du im Home Office verbrauchst?

Wir verraten dir, worauf du achten musst, damit du nicht so überrascht wirst, wie ich es war. Du sollst ja nicht wegen der Energiekosten die Home Office Freude verlieren.

Wir geben dir ein paar Tipps, mit denen du einen durchschnittlichen Verbrauch berechnen und wie du die Stromkosten niedrig halten kannst, wenn du von Zuhause aus arbeitest.

Welche Geräte sorgen für hohe Energiekosten im Home Office?

Die Arbeit von zu Hause bringt natürlich auch höhere Energiekosten mit sich bringt. Der Laptop muss täglich aufgeladen werden und zusätzliche Stromkosten fallen für Monitor, Drucker, WLAN-Router, Kaffeemaschine und Co. an.

Außerdem nicht zu vergessen ist der höhere Heizbedarf im Winter sowie der tägliche Energieverbrauch beim Kochen in der Mittagspause. Auch Smartphones und sonstige elektronische Geräte können nicht mehr im Büro aufgeladen werden.

Vor allem aufgrund der gestiegenen Strom- und Gaspreise kann sich dieser zusätzliche Energieverbrauch auf deiner jährlichen Stromrechnung bemerkbar machen. Auf die Frage, mit welchen zusätzlichen Kosten man im Endeffekt rechnen, lässt sich keine pauschale Antwort geben – schließlich ist der Verbrauch von vielen Faktoren (wie zum Beispiel der Energieeffizienz deiner Geräte oder der Heizungsart) abhängig.

Grundsätzlich solltest du dir überlegen, welche Geräte an einem typischen Home-Office Arbeitstag für wie lange zum Einsatz kommen.

Hier einige Beispiele:

  • PC bzw. Laptop
  • Externer Monitor
  • Drucker, Scanner & Co.
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher
  • Kochen (Herd, Backofen)
  • Heizung, Klimaanlage

Wenn du den Energiebedarf dieser Geräte kennst oder dich an Durchschnittswerten orientiert, kannst du deinen ungefähren Verbrauch einfach berechnen:

Stromverbrauch in kWh pro Tag x Home Office Tage = Stromverbrauch pro Jahr

Wie ermittle ich den Stromverbrauch pro Tag?

Wenn du berechnen möchtest, wie hoch die Energiekosten im Home Office insgesamt sind, solltest du die Verbrauchskurve an einem Tag im Büro vergleichen.

Noch aussagekräftiger ist das Ergebnis, wenn du zwei oder drei Tage vergleichst. Notiere, wie viel Strom du an einem typischen Home Office Tag verbrauchst. Und dann notierst du dir, wie viel Strom du verbrauchst, wenn du den ganzen Tag nicht zuhause bist.

Bei vielen Stromanbietern lässt sich das online abrufen. Falls das bei dir nicht möglich ist, notiere dir den Stand des Stromzählers einfach im Handy.

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Wie hoch sind die jährlichen Energiekosten im Home Office?

Diese Frage pauschal zu beantworten, ist alles andere als einfach. Hier spielen sehr viele Faktoren mit, dazu zählen etwa:

  • Alter und Größe der Wohnung
  • Größe des Arbeitsraums
  • Anzahl der Arbeitsgeräte im Einsatz
  • Stromverbrauch der Geräte
  • Arbeitsstunden pro Tag
  • Heizkosten

Ganz grob lässt sich aber sagen, dass ein Tag Home Office Energiekosten in der Höhe von etwa 2,50 Euro verursacht. Hier inbegriffen sind sowohl die Heizung als auch die Stromkosten. Wir gehen von einer Altbauwohnung aus, die mittelmäßig isoliert ist.

Bei 250 Arbeitstagen pro Jahr können das etwa 625 Euro sein.

Bist du die Hälfte der Woche im Home Office entstehen Energiekosten von 312,50 Euro.

Aber lass uns die Kostenfaktoren mal im Detail ansehen. Die Unterschiede sind enorm, das beginnt schon bei der Wahl des Standorts für den Schreibtisch und reicht bis zur Entscheidung: Laptop oder PC?

Wie hoch ist der Strompreis für meinen PC?

Je nachdem, mit welcher Hardware ein PC ausgestattet ist, verbraucht er im Normalbetrieb zwischen 300 und 500 Watt inkl. zwei Bildschirmen. Lass uns von einem Durchschnitt von 400 Watt ausgehen.

Das sind bei 8 Stunden 3,2 kWh. Arbeitest du 20 Tage im Monat ergeben sich daraus 64 kWh.

Wenn eine Kilowattstunde Strom 40 Cent kostet und der Computer 8 Stunden täglich und 5 Tage pro Woche läuft, dann kostet dich das etwa 25,60 Euro pro Monat.

Auf das Arbeitsjahr hochgerechnet kostet der Computer etwa 280 Euro.

Die bessere Wahl ist ein Laptop, an den man einen Bildschirm anschließt. Ein Laptop verbraucht im Schnitt zwischen 40 und 100 Watt pro Stunde. Bei einem Durchschnittswert von 70 Watt und 8 Stunden Einsatz, verbraucht er am Tag 0,65 kWh.

An 20 Arbeitstagen verbraucht er 12,8 kWh. Das ergibt etwa 5 Euro pro Monat (ohne externen Monitor).

Auf das Arbeitsjahr gerechnet, kommst du bei einem Laptop auf etwa 55 Euro.

Bei diesen Kosten sprechen wir nur vom Computer/Laptop. Hier sind noch keine Lampen, Drucker, weitere Monitore etc. eingerechnet.

Was kostet ein Monitor an Strom?

Der Stromverbrauch von Monitoren schwankt stark. Einerseits spielt die Größe des Bildschirms eine entscheidende Rolle und andererseits seine Energieeffizienzklasse.

Kleine Monitore mit 27 Zoll verbrauchen 50 bis 130 Watt. Wenn der Bildschirm 8 Stunden pro Tag im Einsatz ist, ergibt das in etwa 15 bis 40 Cent Stromkosten pro Tag. Lass uns den Durchschnitt von 27,5 Cent für das Beispiel nehmen.

Bei 20 Arbeitstagen im Monat sind das etwa 5,50 Euro. Im Jahr (abzüglich Feiertage und Urlaube) etwa 60 Euro.

Wie viel kostet das Heizen, wenn von Zuhause aus arbeite?

Mit dem PC alleine ist es noch nicht getan. Vor allem in der kalten Jahreszeit kommt man nicht ohne Heizen aus. Und wer in einer Dachgeschosswohnung lebt, der überlebt den Sommer auch nicht ohne eine Klimaanlage. Auch das treibt die Energiekosten im Home Office nach oben.

Den Heizbedarf für einen Raum zu ermitteln, ist nicht einfach. Wenn du es überblicksmäßig berechnen möchtest, nimmst du die gesamten Heizkosten und rechnest sie auf den Quadratmeter runter.

Wie hoch der Preis für die Wäre wirklich ist, hängt stark davon ab, womit du heizt. Eine Wärmepumpe kommt günstiger davon als eine Gasheizung. Und dann hätten wir noch Pellets, Öl und viele andere Heizungsmöglichkeiten.

Beispiel Gasheizung:

Dein Arbeitszimmer ist 20 Quadratmeter groß und wird mit Gas beheizt. Laut Focus Online beliefen sich die Kosten 2020 auf 145 Euro pro Jahr für diesen Raum. Schaut man sich die gestiegenen Gaspreise an, dann kann man mindestens von 580 Euro pro Jahr ausgehen.

Wie kann ich die Energiekosten im Home Office niedrig halten?

Dass bei der Arbeit zu Hause höhere Kosten für Strom und Heizung entstehen, lässt sich logischerweise nicht vermeiden. Wir geben dir aber ein paar Tipps, mit denen du deine Energiekosten im Home-Office einfach reduzieren kannst:

Über Energieverbrauch im Home-Office bewusst werden

Zuerst solltest du dich über den Stromverbrauch der Geräte informieren, die an einem typischen Home-Office-Tag bei dir im Einsatz sind.

Fakt ist: Jedes elektronische Gerät verbraucht Energie.

Hierbei multiplizierst du einfach die Leistung des Geräts (in Watt) mit der Zeit, die es in Gebrauch ist (in Stunden). Anschließend teilst du das Ergebnis durch 1.000, um den Stromverbrauch in kWh zu erhalten.

PC oder Laptop

Je kleiner und neuer dein Arbeitsgerät ist, desto niedriger ist dein Energieverbrauch im Home Office. Es gibt große Unterschiede zwischen einem Computer und etwa einem Tablet.

Vielleicht kannst du einige Aufgaben am Tablet oder Laptop erledigen und musst nicht alle am Computer abschließen? Sowohl für PC, Laptop als auch Tablet gibt es Einsparungspotenzial:

  • Verringere die Helligkeit des Displays
  • Schalte die Geräte in den Energiesparmodus
  • Deaktiviere nötig benötigte Dienste am Smartphone, Tablet. Dazu zählen etwa Bluetooth oder GPS. Am PC/Laptop kannst du ungenützte Programme schließen, die im Hintergrund laufen.
    Das spart nicht nur Energie ein, sondern macht dein Arbeitsgerät auch schneller.

Standby-Modus vermeiden

Vor allem Geräte, die du nicht regelmäßig benötigst (wie zum Beispiel Drucker und Scanner) solltest du komplett abschalten.

Schließlich verbrauchen diese Geräte auch im Ruhemodus Strom, was nicht wirklich notwendig ist. Auf ein Jahr gesehen kannst du so einige Euros sparen.

Schalte alle Geräte nach Feierabend aus – auch, wenn die Verlockung groß ist, den Laptop einfach nur zu schließen und am nächsten Tag direkt loslegen zu können. Ein Laptop verbraucht im Ruhemodus etwa 1 Watt.

Am einfachsten ist es, wenn du einen Mehrfachstecker nutzt, der einen zentralen Schalter hat.

Energiesparfunktion nutzen

Anders ist das beim Computer oder Laptop – hier lohnt sich die Energiesparfunktion. Du kannst etwa den Bildschirm so einstellen, dass er nach 5 ungenützten Minuten in den Schlafmodus geht.

Machst du eine längere Mittagspause, kann es sich lohnen den Laptop/PC sogar ganz auszuschalten.

Energieeffiziente Geräte bevorzugen

Wenn du dir neue technische Geräte zulegst, solltest du auch auf die Energieeffizienz achten. Viele Schnäppchen entpuppen sich auf Dauer nämlich als Stromfresser.

Du solltest dir auch überlegen, ältere Geräte, die unnötig viel Energie verbrauchen, durch neuere zu ersetzen. Ältere elektronische Geräte haben einen höheren Verbrauch, wenn ihr Akku nicht mehr 100 %ig funktioniert. Wähle Geräte, bei denen du den Akku ersetzen kannst.

Passende Beleuchtung wählen

Studien haben gezeigt, dass Menschen am produktivsten arbeiten, wenn sie Tageslicht abbekommen. Deshalb sind Tageslichtlampen die beste Wahl fürs Office.

Wer kann, sollte seinen Schreibtisch so aufstellen, dass er zumindest einen Teil des Tages Sonnenlicht genießen kann. Zu direktes Licht ist dabei natürlich alles andere als gut, optimal ist indirekte Helligkeit.

Bei wem das nicht möglich ist, der sollt sich seine Schreibtischbeleuchtung mal genau ansehen. Häufig sind noch Halogenlampen im Einsatz. Ersetze sie durch LEDs, sie haben einen 90 Prozent, geringen Stromverbrauch und spare dadurch übers Jahr verteilt viel Geld.

Schalte die Lampen aus, wenn es die Helligkeit im Raum zulässt.

Richtiges Heizverhalten

Im Winter ist auch das Heizen ein wichtiger Aspekt beim täglichen Stromverbrauch im Home-Office. Hierbei ist es empfehlenswert, die Raumtemperatur auf einem gleichmäßigen Niveau zu halten, anstatt einen eiskalten Raum innerhalb einer kurzen Zeit voll aufzuheizen. Dafür eignet sich ein digitales Thermostat.

Eine gesunde Raumtemperatur hilft nicht nur den Energieverbrauch im Home Office niedrig zu halten, sondern auch konzentrierter zu arbeiten.

Als optimal bei Schreibtisch-Arbeiten gelten 22 Grad Celsius.

Tipp: Wer schnell friert, der kann sich mit einer beheizbaren Fußmatte fürs Büro aushelfen.

Unser Fazit

Die Arbeit Zuhause bringt viele Vorteile mit sich. Aber es gibt auch eine Schattenseite: steigende Kosten. Energiekosten im Home Office sind nicht zu unterschätzen – das gilt sowohl für Strom- als auch Heizkosten.

Um diese Kosten so niedrig wie möglich zu halten, solltest du dir den Stromverbrauch deiner Geräte bewusst machen und auf eine sparsamere Verwendung achten.

Einige Zeit lang konnte man die Kosten für die Heimarbeit von der Steuer absetzen, wie es darum gerade steht, das solltest du am besten googeln. Wir können hier keine Aussage machen, weil es große Unterschiede in den einzelnen Ländern gibt.

Viel Spaß weiterhin im Home Office! 🙂

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